Siegelring

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Siegelringe - Geschichte, Bedeutung und Verwendung

Durch ein Siegel wurde früher die Echtheit von Dokumenten beglaubigt. Der Siegelring ermöglichte es seinem Träger ein solches Siegel zu erstellen. Dabei wurde das Siegel in eine erhärtende Masse gedrückt. Zu Beginn war dies meist Ton, später Siegelwachs. Neben der Echtheit von Dokumenten konnte an Hand von Siegeln auch festgestellt werden, ob Gefäße noch ungeöffnet waren. Dies wurde bei besonders teuren Weinen bis in die Neuzeit angewandt. Die ersten Siegel verwendeten die Sumerer circa 3.000 v. Chr. Auf dieses Handelsvolk ist auch unsere moderne Schrift zurück zu führen. Heute finden Siegel im herkömmlichen Sinne meist als Zollsiegel auf Zigaretten oder Spirituosen Verwendung. Die Polizei versiegelt ebenfalls Autos oder Wohnungen.

Vom Rollsiegel zum Siegelring

Die Versiegelung von Waren oder Dokumenten geht auf das Volk der Sumerer zurück. Sie begannen ihre Tongefäße durch Siegel zu kennzeichnen, um den Eigentümer des Gefäßes ersichtlich zu machen. Die ersten verwendeten Siegel waren sogenannte Rollsiegel. Diese waren aus Edelsteinen oder anderen Materialien geschliffene Zylinder mit eingeprägten Symbolen. Diese Zylinder wurden vom Besitzer meistens um den Hals getragen. Erst ab dem 6. Jhdt. V. Chr. wurden Stempelsiegel verwendet. Nach diesem Prinzip funktionierte auch das Siegeln mit dem Siegelring. Siegelringe waren am Finger auch viel angenehmer zu tragen als das Rollsiegel an der Kette um den Hals, welches als Anhänger meist sehr klobig war.

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Der Siegelring in seiner sprichwörtlichen Bedeutung

Bereits um 2.000 v. Chr. wurden in Ägypten Ringe getragen, die neben ihrer Funktion als Ringschmuck auch als Siegelringe Verwendung fanden. Durch den Siegelring waren Schriftstücke somit besser gegen Fälschungen geschützt. Da zu dieser Zeit vor allem Männer Verträge abschlossen und Handel betrieben, kann der Siegelring als erster Herrenring bezeichnet werden.

Da die Siegel immer zweifelsfrei einer Person oder einem Personenkreis zugeordnet werden mussten, waren sie etwas sehr individuelles. Für die Gestaltung des Siegels kamen grundsätzlich drei Varianten in Betracht. Die erste Variante war die Verwendung von Familienwappen als Siegel. In diesem Fall konnten mehrere Personen einer Familien das Wappen als Siegel tragen. Diese sogenannten Wappenringe machten es jedoch unmöglich das Siegel einer Person zuzuordnen. Die zweite Möglichkeit bestand daher darin die Initialen des Trägers zu verwenden. Im Gegensatz zum Wappen waren die Initialen persönlicher. Allerdings bestand auch hier ein Problem, da es durchaus oft vorkam, dass in derselben Stadt zwei oder mehr Menschen mit gleichen Initialen wohnten. Daher war besonderes die dritte Möglichkeit beliebt: Die Kombination aus Wappen und Initialen. Somit war eine klare Zuordnung möglich, da zum einen ein Familienwappen und zum anderen die persönlichen Initialen Verwendung fanden.

Der Siegelring in seiner symbolischen Bedeutung

Heute kommt der Siegelring in seiner sprichwörtlichen Bedeutung nur noch aus nostalgischen Gesichtspunkten heraus zum Einsatz. Teilweise wird der Siegelring noch von Männern getragen, da er auf Grund seiner eher massigen Form sehr gut als Herrenring fungieren kann. Viel mehr trägt der Siegelring heute eine symbolische Bedeutung zu. Das Siegel wird dabei nicht wörtlich verstanden, sondern metaphorisch. Der Siegelring kann somit eine Partnerschaft oder eine angehende Ehe besiegeln und kommt somit als Verlobungsring zum Tragen. Um die symbolische Komponente mit der historischen zu verbinden, ist es jedoch durchaus denkbar, Ringsets beim Ehering in Farbe und Beschaffenheit dem damals üblichen Siegelringen nach zu empfinden.Dies ist aber sehr selten.

Der Siegelring und seine typische Erscheinungsform

Anfangs war der Siegelring sehr einfach gefertigt, da sein praktischer Nutzen im Vordergrund stand. Diese Silgerringe waren meist sehr klobig und hatten mit dem Ring als Schmuckstück und somit unseren heutigen Verständnis für schöne Ringe wenig gemein. Der Siegelring entwickelte sich aber durch seine Bedeutung als Identifikationsobjekt vom reinen „Werkzeug“ hin zum Symbol für Macht und Autorität. Dementsprechend wurde auch mehr Wert auf die Materialien und die kunstvolle Gestaltung gelegt. Siegelringe bestanden daher oft aus Gold oder Silber. Bei Gold wurde meist Gelbgold verwendet. Gold eignete sich im Gegensatz zu Silber noch besser, um den Stand des Ringträgers am Finger in geeigneter Weise repräsentieren. Da die Differenzierung über Gold irgendwann immer schwieriger wurde, fanden auch Steine Verwendung, die den einfachen Siegelring zum Ring mit Edelstein aufwerteten. Als Stein wurden meist Halbedelsteine oder, wenn es sich der Besitzer leisten konnte, auch Edelsteine verwendet. Beim Stein kamen viele Formen und Farben zum Einsatz, von oval bis eckig, von schwarz bis rot. Ein Stein wurde meist prominent am Ring eingefasst, ohne jedoch die Funktion dessen zu beeinträchtigen. So wurde Siegelringe auch als Damenringe interessant und ansprechend, vor allem wenn er als Diamant-Ring daher kommt. Möchten Sie einen solchen Ring kaufen, so müssen Sie etwas Zeit in die Suche investieren, denn nur wenige Unternehmen bieten diese Art von Siegelringen an.

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Text von: DM



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