Goldschmiede

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Die Goldschmiede – Ein traditionelles Handwerk

Als Goldschmiede wird ein Handwerksbetrieb bezeichnet, welcher Schmuck und Ringe wie Eheringe oder Verlobunsgringe aus Edelmetallen, wie Gold oder Platin herstellt. Wie andere Handwerksbetriebe auch, hat sich bei der Goldschmiede das Berufsbild, die Techniken und die Bearbeitungsverfahren in den letzten Jahren stark geändert. Es gibt aber noch die ein oder andere, vor allem kleine Goldschmiede, welche sehr traditionell arbeitet. Eines ist aber geblieben, eine Goldschmiede kann nur dann wertvolle Arbeit abliefern, wenn die Mitarbeiter eine gute Hand-Augenkoordination besitzen, viel Geduld und ein hohes Maß an Fantasie mitbringen.

Wer eine Goldschmiede besuchen will, der hat wohl in Pforzheim die beste Gelegenheit dazu. Schließlich stammt der Großteil des in Deutschland produzierten Schmucks aus dieser Gegend.

Herstellung eines Ringes in der Goldschmiede

In den letzten Jahren haben viele neue Fertigungsverfahren in Goldschmieden Einzug gehalten und der Computer ist auch hier nicht mehr wegzudenken. Vor allem wird dieser für CAD-Zeichnungen in der Goldschmiede genutzt. CAD steht dabei für Computer-Aided Design, der Computer unterstützt dabei das Entwerfen von Schmuck, z.B. für Fingerringe. Dies ermöglicht es einer Goldschmiede viel mehr Designs in kürzester Zeit zu erstellen.

Die Computer-basierten Daten sind jedoch nicht nur beim Design wertvoll. Auch für weitere Fertigungsschritte werden diese Daten von der Goldschmiede genutzt. Die digitalisierten Daten kommen auch beim Fräsen oder auch Gießen zum Einsatz. Den Fräsmaschinen können so einfach Daten übergeben werden und die Maschinen fertigen zum Beispiel einen Ehering autonom ohne großes menschliches Zutun. Die Goldschmiede ist damit in der Lage sowohl größere Serien als auch Einzelstücke produzieren zu lassen.

Die Computer basierten Daten kommen aber auch bei Gießverfahren zum Einsatz. Mit sogenanntem Rapid Prototyping Verfahren werden „Gussbäume" erstellt. Diese Gussbäume muss man sich vorstellen wie einen kleinen verzweigten Baum aus Hartwachs, an dessen Ende zum Beispiel Ringe befestigt sind. Der Gussbaum wird in der Goldschmiede vollständig mit einer Art Gips umschlossen. Anschließend wird heißes Metall entlang des Stammes des Gussbaumes gegossen. Das Metall verteilt sich so entlang des gesamten Baumes und gießt auch die Schmuckstücke aus. Die Verfahren sind dabei so ausgereift, dass es einer Goldschmiede sogar möglich ist die Steine beim Ring vorab am Wachsbaum zu befestigen. Die Steine werden somit beim Gussverfahren gleich am Ring mit befestigt. Dies wird jedoch nur bei kleinen Steinen gemacht.

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Manuelle Tätigkeiten in einer heutigen Goldschmiede

Trotz des fortgeschrittenen Einsatzes von Maschinen in der Goldschmiede kann auf manuelle Arbeiten nicht komplett verzichtet werden. Zu einer der manuellen Tätigkeiten gehört das Fassen von Steinen. Der Steinfasser muss vorab die Beschaffenheiten des Steines genaustens kennen, um den Stein beim Fassen nicht zu beschädigen. Dies bedarf eines hohen Grades an Erfahrung und Wissen. Beim Steinfassen an sich muss der Handwerker das sprichwörtliche Fingerspitzengefühl walten lassen, da es sich zum Teil um sehr kleine Strukturen handelt. Lesen Sie auch in unserem Ratgeber, welche verschiedenen Steine es bei Ringen gibt.

Text von: DM



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