Brillant Ring

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Brillant RingDer Brillantring – Ein besonderer Diamantring

Als funkelnder Klassiker erfreut sich der Brillantring stetiger Beliebtheit. Am Ehering wird am liebsten der rund geschliffene Brillant getragen. Zusammen mit einem Ring aus Gold (insb. Gelbgold und Weißgold), Platin, aber auch mit einem Ring aus Palladium oder Titan kann der Brillant sehr gut wirken. Als Partnerring, Verlobungsring und Einzelring ist sowohl der Diamantring als auch der Brillantring sehr beliebt. Fällt Licht auf den Brillantring, wird es in alle Richtungen reflektiert und der Brillant leuchtet in wunderschönen Farben. Nicht umsonst spricht man auch vom Feuer eines Brillanten. Doch wie entsteht der feurige Brillant, mit dem wir so gern unsere Hand schmücken?

Vom Diamanten zum feurigen Brillanten

Die uralte Technik des Brillant-Schleifens wurde um das Jahr 1440 perfektioniert. So wurden auf der Diamantenoberfläche verschiedene Flächen und Facetten geschliffen, so dass aus langweiligen Steinen, funkelnde Brillanten wurden. Um das Jahr 1470 war das Schleifen von Diamanten in vollem Gange und die Techniken wurden weiter ausgefeilt. Dem Belgier „Lodewyk van Berquem", wird laut Lehrbuch im Jahr 1476 die Erfindung des Diamantenschliffes zugeschrieben. Man sagt, dass es wenige Jahre darauf bereits 50 verschiedene Diamantenschliffe gegeben hat.

Damals wurde schnell erkannt, dass die lichtreflektierenden Eigenschaften der Diamanten Ihren Wert und Ihre Schönheit ausmachen. Durch Facettieren, Polieren und Schleifen kann das Licht in den Brillanten einfallen und feurig funkelnd wieder austreten. Der Schmuck wurde dadurch erheblich aufgewertet. Der Diamant ist das härteste bekannte Mineral. Das hat zur Folge, dass Diamanten nur mit Diamanten geschliffen und poliert werden können. Und so wurde auch diese Technik weiter ausgefeilt.

Für einen klassischen Brillant schleift der Diamantenschleifer mindesten 57 Einzelflächen (Facetten) in den Diamanten. Im Oberteil werden 32 Facetten und im Unterteil 24 Facetten eingeschliffen. Einzelfläche Nr. 57 ist die Tafelfacette und eine abgeschliffene Spitze ist die eher seltene Facette Nr. 58. Neue moderne Technologien wie Diamantschleifautomaten, Laserbohr- und Schneidemaschinen und verschieden Poliermaschinen machen es dem Diamantenschleifer heutzutage etwas einfacher. Ist der Brillant vollendet, konnte man damals wie heute, kaum die Augen von ihm lassen. Durch das eintretende Licht in die mindestens 57 Facetten sprüht er vor Feuer und Lebendigkeit.

Deshalb ist der Brillantring mit Krappenfassung als Verlobungsring so beliebt. Dort kommt der Brillant besonders schön zur Geltung. Die Perfekte Kombination ergibt sich dann mit einem Ring in Weißgold oder Gelbgold mit einem Feingehalt von 585 und 750. Ringe mit der Krappenfassung sind auch unter dem Namen „Solitär Ring" bekannt. Im Folgenden wird auf die Geschichte des Solitär Ringes genauer eingegangen.

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Der Solitär Ring - Ein besonderer Brillantring

Im 19. Jahrhundert hatte der Solitär Ring (auch Solitärring geschrieben) seine Geburtsstunde. Im Jahre 1886 hat der Juwelier Tiffany & Co den Ring entworfen. Dieses Schmuckstück ist überall auf der Welt schnell zum Verlobungsring Nr. 1 geworden. Zuvor wurden die Damen mit Verlobungsringen beschenkt, die mit einem Saphir (blauer Edelstein) verziert waren. Blau steht für Treue und sollte dem Paar eine glückliche gemeinsame Zukunft bringen. Damals war der Schmuck teilweise auch schon aus Gold, Platin oder Silber gefertigt. Ringe mit verschiedenen Goldlegierungen wie Weißgold, Gelbgold oder Rotgold gab es damals noch nicht.

Der Begriff Solitär ist eine Abwandlung des französischen Wortes Solitaire und wird mit „Einzelgänger" übersetzt. Der Einzelgänger ist in diesem Fall traditionell ein Diamant, der auf einer Ringschiene thront. Das besondere an der Erfindung von Tiffany & Co ist die Fassung, benannt nach dem Erfinder Tiffany Mount. Der Diamant wird beim originalen Solitär Ring von sechs Krappen aus Gold gehalten. Wir nennen Sie deshalb auch Krappenfassung. Im Laufe der Zeit entwickelten sich verschiedene Variationen mit unterschiedlicher Krappenanzahl. Da die Metallkrappen auch an Krallen erinnern nennt man sie auch Krallenfassung.

Der Diamant auf dem Solitär Ring hat den berühmten feurigen Glanz, weil die Lichtstrahlen durch die Krappenfassung von allen Seiten einfallen können. Üblicherweise wird für diesen Schmuck ein Brillant verwenden. Der mit dem Brillantschliff gearbeitete Diamant funkelt und schillert in dieser Fassung ganz besonders schön und ist deshalb als Verlobungsring besonders beliebt. Für Trauringe ist der Solitär Ring weniger geeignet, denn durch die Krappenfassung steht der Stein hervor und ist etwas weniger Alltagstauglich, wie die Trauringe mit eingelassener Fassung. Als Ehering wählen sie am besten Ringe in 585 oder 750 Weißgold, Platin, Palladium oder auch im exotischen Rotgold. Der Brillant kann dort in der eingelassenen Fassung ganz besonders wirken.

Der Brillant Ring und seine Maße

Für den Wert eines Diamanten sind verschiedene Kriterien ausschlaggebend. Dazu gehören die Maße (Größe) und die folgenden 4 Kriterien die untrennbar miteinander verbunden sind.

Carat (Karat) - Clarity (Reinheit) - Color (Farbe) - Cut (Schliff)

Nach Prüfen der 4 Kriterien kann der Wert eines Diamanten festgelegt werden. Nähere Informationen zu den 4 C´s erhalten Sie auf unserer Ratgeberseite zum Diamantring.

Überall auf der Welt werden Diamanten mit den gleichen Proportionen hergestellt. Da sich der Diamantring internationaler Beliebtheit erfreut, hat man sich auf ein gemeinsames Maß geeinigt. Welches Maß hat eigentlich ein Brillant von einem Karat? Der Diamant eines Brillantringes hat einen Durchmesser von 6,5 mm, bei einem 1 Karat schweren Diamanten.

Mit Hilfe der folgenden Formeln kann man das Gewicht in Karat bzw. den Durchmesser des Diamanten in mm berechnen. So kann man sich vor dem Kauf informieren, wie groß der Diamant sein wird.

Gewicht in Karat = (Durchmesser in mm)³ x 0,0037
Durchmesser in mm = 3. Wurzel aus (Gewicht in Karat / 0,0037)

Durchmesser des Brillanten (in mm)

Gewicht des Brillanten
(in Karat)

1,1 mm

0,005 ct

1,4 mm

0,01 ct

2,0 mm

0,03 ct

3,0 mm

0,10 ct

4,1 mm

0,25 ct

5,1 mm

0,50 ct

5,9 mm

0,75 ct

6,5 mm

1,00 ct

7,4 mm

1,50 ct

8,2 mm

2,00 ct

9,3 mm

3,00 ct


Wenn sie einen Brillantring kaufen möchten, müssen sie auf jeden Fall auf die Größe des Brillanten achten. Denn egal ob der Ring aus Gold (Gelbgold, Weißgold oder Rotgold) oder Platin und Palladium besteht, immer gilt, je größer der Brillant ist, desto massiver muss auch der Ring sein. Mit dem Umfang des Brillanten, nimmt immer auch die Tiefe zu.
 
Bei den Damen kann man mit dem Kauf eines Brillanten von 0,005 ct - 0,20 ct in Verbindung mit einem Ring in Weißgold oder Gelbgold mit einem Feingehalt von 585 und 750 immer brillieren.

Brillant oder Brilliant

Wie schreibt man den wunderschön geschliffenen Diamant richtig? Hier hat sich im Laufe der Zeit ein Rechtschreibfehler eingeschlichen. Der funkelnde Diamant im Brillantschliff wird fälschlicherweise mit einem "i" verziert. Korrekt wird das Substantiv wie folgt geschrieben: Brillant

Verantwortlich für diesen Fehler ist die Aussprache im Französischen. Für das „l" wird ein „j" ganz weich, fast schon wie ein „i" gesprochen. Wortklang und Schriftbild gehen hier ein wenig auseinander. Dadurch kommt der Schreibfehler zustande.

Auch das Adjektiv wird ohne „i" nämlich „brillant" geschrieben. Nur das Verb „brillieren" wird zusätzlich mit einem „i" versehen.

Text von: DM

Brillant Ring
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